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Mit den Vorbereitungen zum 1. CSD, der dann im Juni 1995 stattfand, begann in Oldenburg der sichtbare und in die Öffentlichkeit getragene Kampf, um Schwulen, Transsexuellen und Lesben ihre zustehenden Menschenrechte zu erkämpfen. In diesem Jahr werden wir zum 25. Mal in einer großen Demonstration durch die Stadt ziehen. Denn leider ist das immer noch notwendig.

Sicherlich, aus rechtlicher Sicht wurde einiges erreicht. Doch jede Errungenschaft der letzten Jahre ist dem Spiel des Parlamentes und den wechselnden Mehrheiten dort ausgeliefert. Eine Absicherung durch das Grundgesetz ist bisher nur indirekt vorhanden. Eine unserer zentralen Forderungen ist daher auch die Ergänzung des Artikel 3 im Grundgesetz um das Merkmal der sexuellen und geschlechtlichen Identität.

Weitere Forderungen lauten:

– Implementierung von LSBTI* in niedersächsischen Kerncurricula

– Reform des Transsexuellengesetzes

– Volle Anerkennung von Regenbogenfamilien – auch im Familienrecht

Doch obwohl 25 Jahre notwendiger Kampf für nichts anderes als die gleichen Menschenrechte eigentlich kein Grund zu feiern sind, sind wir trotzdem Stolz und voller Freude angesichts der Entwicklung des Christopher-Street-Day in Oldenburg.

Am 15. Juni 2019 werden nicht alleine Homo-, Bi-, Inter- und Trans*menschen auf die Straße gehen. Wir werden mehr und mehr unterstützt von der heteronormativen Mehrheitsgesellschaft der Stadt und der Region. Da wir immer eine Minderheit sein werden, brauchen wir diese Unterstützung. Diese Akzeptanz und der Schulterschluss zeigen uns, dass viele Bürger*innen lieber Vielfalt lieben.

Die letzten Jahre zeigen jedoch, dass es vom blauen Rand des Parlamentes aus ein Streben nach Einheitlichkeit, nach Uniformität, nach Verdrängen und Unsichtbarmachen gibt. Nach Einfalt. Und das ist der wesentliche Grund, wieso wir unseren CSD Nordwest in diesem Jahr unter das Motto „25. CSD – Vielfalt statt Einfalt“ gestellt haben

Unter dem Motto „25 Jahre Vielfalt statt Einfalt!“ rufen wir als CSD Nordwest e.V. dazu auf, sich einzureihen in die Demonstration.

Erhebe Deine Stimme und zeige Flagge. In einer Gesellschaft, in der reaktionäre Kräfte ein angeblich „normales“ und doch lediglich männlich-weiß tradiertes Menschen- und Familienbild propagieren, kommt es auf jeden Einzelnen an. Vielfalt ist das, was das Leben lebenswert macht. Vielfalt bedeutet, dass jede*r so leben und sein kann, wie er_sie ist. Ohne Angst vor Ausgrenzung oder Angriffen. Vielfalt wertzuschätzen bedeutet, auch selbst wertgeschätzt zu werden. Vielfalt bedeutet, das von mir abweichende ebenso zu tolerieren und zu akzeptieren, wie ich in meiner Persönlichkeit und Identität toleriert und akzeptiert werden möchte. Vielfalt nimmt niemandem etwas weg. Vielfalt bereichert uns alle.

Demonstration:

Start und Endpunkt der Demo ist erneut der Schloßplatz! Rund um das Schloss und den Parkplatz Prinzenpalais erfolgt die Aufstellung der Fahrzeuge und Fußgruppen. Folgende Gruppen werden in diesem Jahr an der Demo teilnehmen:

Auch die Route entspricht dem Vorjahr:

Start der Demo wird wieder um 13 Uhr sein.

Pride Plaza:

Ab 11 Uhr starten wir aber bereits mit dem Auftaktprogramm auf dem Schloßplatz. Die Bühne wird zwischen Schloss und Alte Wache stehen. Auf der gegenüberliegenden Seite findet ihr erneut die Pride Plaza – unser Infostanddorf mit zahlreichen Teilnehmern.

An unserem eigenen Infostand neben der Bühne bekommst du die gewohnten CSD-Bändchen, Regenbogenfahnen, Karten für die Night of the Pride und jede Menge Informationen.

Abschlusskundgebung und Kulturfest:

Im Anschluss an die Demo startet ab 15 Uhr das politische und kulturelle Programm. Zwischen den Redebeiträgen und unserem DJ Olafson sorgen Flinte, LEOPOLD, Margot Schlönzke und LesBummsBoys für Unterhaltung.

Beim sympathischen Duo Flinte geht es um Freundschaft, Abenteuerlust und einfach das Leben. Nordlichter sind LesBummsBoys. Die 5 Jungs aus Rostock haben deutschen Pop-Rock im Gepäck, die mit rabenschwarzem Humor garnierten Texte gibt es obendrauf. Betreten sie die Bühne, ist Party garantiert. LEOPOLD dagegen ist eine Ansage. LEOPOLD ist ein Statement. Inspiriert von Acts wie Michael Jackson, Prince und Dua Lipa verbindet er deren Vibe und Ästhetik mit elektronischen Sounds und dancy beats. Margot Schlönzke ist seit über 15 Jahren eine aktive Kämpferin für die Community. Sie ist Moderatorin, Sängerin, Entertainerin und Polittunte mit Herz und Schnauze, Hirn und Humor.

Neu ist in diesem Jahr die DJ Area hinter der Lambertikirche. Dort sorgen DJ Denny D, DJ Ceed und DJ GRT für beste Stimmung.